Pendler/innen nach Luxemburg

Der Stand am 31. März 2020

Aktuelle Situation

Die Zahl der Pendler/innen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft ins Großherzogtum Luxemburg beläuft sich zum 31. März 2020 auf rund 4.320 Personen (Arbeitnehmer).  91% dieser Personen sind im Süden Ostbelgiens wohnhaft, und dort hauptsächlich in den Gemeinden St.Vith, Burg-Reuland und Amel. Darüber hinaus werden noch 150 ostbelgische Selbständige in Luxemburg als Pendler verzeichnet, so dass insgesamt rund 4.470 Beschäftigte aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft nach Luxemburg pendeln.  Seit 2015 werden übrigens nur noch gerundete Zahlen veröffentlicht.

Pendler nach Luxemburg 2019 nach Wohngemeinde

Gesamt Arbeitnehmer

 

Frauen

Männer

Total

Anteile

Amel

210

460

670

16%

Büllingen

100

290

390

9%

Burg-Reuland

390

590

980

23%

Bütgenbach

90

240

330

7%

St.Vith

560

980

1.540

36%

Kanton St.Vith

1.350

2.560

3.910

91%

Eupen

20

190

210

5%

Lontzen

10

60

70

1%

Kelmis

10

50

60

1%

Raeren

10

60

70

2%

Kanton Eupen

50

360

410

9%

Deutschsprachige Gemeinschaft

1.400

2.920

4.320

100%

Quelle: IGSS

 

Die meisten Pendler arbeiten im Baufach (28%) und Handel (24%), gefolgt vom Transportsektor, dem Gesundheits- und Sozialwesen und den freiberuflichen und technischen Dienstleistungen. Im Vergleich zu 2010 haben der Transportsektor und das Gesundheits- und Sozialwesen an Bedeutung für die ostbelgischen Pendler gewonnen, während die relative Bedeutung des Baufachs zurückgegangen ist (obwohl die absolute Zahl der Auspendler ins Baufach ebenfalls weiter gestiegen ist).  In der Tat ist mit Ausnahme der Industrie und des Finanzbereichs die Pendlerzahl in allen Sektoren seit 2010 gestiegen.

Quelle: IGSS

Der Anteil der älteren Arbeitnehmer (50+) ist auch bei den Pendlern nach Luxemburg mittlerweile auf 29% gestiegen, lag er 2003 noch nur bei 10%.  Bei den in Belgien beschäftigten Arbeitnehmern aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft liegt der Anteil der 50plusser schon bei rund 35%.

Nur 32% der Pendler sind Frauen, verglichen mit einem Anteil von 48% Frauen in der hiesigen Betriebswelt.

Entwicklung

Insbesondere für den Süden Ostbelgiens ist der Pendlerstrom von immer stärkerer Bedeutung. Er verzeichnete Wachstumsraten von rund 9% jährlich zwischen 2000 und 2008. Hinzu kommt eine nicht bezifferte Zahl von Ostbelgiern, die sich im Großherzogtum niedergelassen haben. Seit der Wirtschaftskrise ab 2009 haben sich die Wachstumsraten allerdings verringert und liegen seitdem zwischen 2-4% jährlich.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ostbelgischen Pendler nach Luxemburg 2020 um 2% gestiegen (+100 Personen), und das trotz Corona.  Dieser Anstieg entfällt insbesondere auf den Handel, das Transport-  und das Gesundheitswesen.

 

Pendler aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft nach Luxemburg (Arbeitnehmer)

 

Quelle: IGSS