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Saisonaler Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Ostbelgien im Juli

Arbeitsmarkt-Info Juli 2022

Ende Juli 2022 waren in Ostbelgien 2.429 Vollarbeitslose gemeldet. Dies sind 301 Personen mehr als im Juni. Damit setzt sich der jahreszeitliche Anstieg der Arbeitslosenzahl im Sommer fort. Im Vergleich zum Vorjahr sind hingegen nach wie vor weniger Arbeitsuchende gemeldet. Die Arbeitslosenrate steigt auf 6,5%.

[Pressemitteilung mit Übersichtstabelle im Downloadbereich]

Insgesamt waren nach Angaben des Arbeitsamtes Ende Juli 1.167 Männer (+106 oder +10% im Vergleich zu Juni) und 1.262 Frauen (+195 oder +18%) als Arbeit­suchende ohne Beschäftigung eingetragen.

Im Norden Ostbelgiens waren 1.910 Personen als Arbeitsuchende eingetragen, 11% mehr als im Juni. Die Arbeitslosenrate steigt hier auf 8,5%. In den südlichen Gemeinden sind 519 Personen gemeldet, was einer Steigerung um 25% entspricht. Dieser hohe prozentuale Wert ist jedoch auch auf den niedrigen Zahlen in den Eifelgemeinden geschuldet, wie auch aus der weiterhin sehr niedrigen Arbeitslosenrate von 3,5% deutlich wird.

Die gestiegen Arbeitslosenzahlen sind zum Teil auf die Eintragung von Schulabgängern zurückzuführen, die knapp ein Viertel des Anstiegs ausmachen. Die meisten Personen sind allerdings in der Gruppe der Empfänger von bzw. Anwärter auf Arbeitslosengeld hinzugekommen. Diese Personen kommen aus den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen. Hervorzuheben sind hierbei der Einzelhandel, sowie Büroberufe, Unterrichtspersonal sowie Haushaltshilfen. Die größte Gruppe bilden jedoch die wenig qualifizierten Arbeiter und Hilfskräfte.

Auch in den anderen Landesteilen sind die Arbeitslosenzahlen saisonal bedingt gestiegen, im Landesschnitt um knapp 8%. Insgesamt wurden Ende Juli in Belgien rund 465.000 Personen als Vollarbeitslose gezählt. In Wallonien und Flandern liegt der Anstieg jeweils bei etwas über 9%. Nur in Brüssel fällt der Anstieg mit +3% niedriger aus, was aber jedes Jahr so festzustellen ist. Die Arbeitslosenrate Belgiens steigt auf 8,9%. Die niedrigste Arbeitslosenrate im regionalen Vergleich ist weiterhin mit 5,3% in Flandern zu verzeichnen.

Im Vergleich zum Vorjahr sinken die Arbeits­losenzahlen in Ostbelgien weiterhin. Ende Juli 2022 sind 57 Personen weniger gemeldet als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, was einem Rückgang um 2,3% entspricht. Ohne die als arbeitsuchenden eingetragenen Ukraine-Flüchtlinge (Ende Juli 67 Personen) wäre der Rückgang allerdings stärker ausgefallen. Wie schon im Juni ist der Rückgang nur noch im Norden Ostbelgiens festzustellen, während in den Eifelgemeinden ein Anstieg um 6% vorliegt, was allerdings vornehmlich darauf zurückzuführen ist, dass hier die meisten Ukraine-Flüchtlinge wohnen.

Auch in Flandern und Brüssel sind Ende Juli weniger Arbeitsuchende gemeldet als im Vorjahr. Besonders ausge­prägt bleibt der Rückgang mit -6% in Flandern, in Wallonien hingegen setzt sich der bereits im Juni festgestellte Anstieg fort (+3%). Auf Landesebene beträgt der Unterschied -1,6% (7.500 Personen weniger).