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Tätigkeitsbericht 2021 des Arbeitsamtes

Der Tätigkeitsbericht zeigt zum einen die Arbeitsmarktentwicklung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf, zum anderen vermittelt er einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Aktivitäten des Arbeitsamtes.

Auch das Jahr 2021 wurde wieder stark geprägt durch Krisen. Zunächst setzte sich die Corona-Krise fort, die insbesondere in den Arbeitsabläufen starke Spuren hinterlassen hat, während sich der Arbeitsmarkt glücklicherweise (nicht zuletzt dank umfangreicher Stützmaßnahmen der öffentlichen Hand) inzwischen wieder deutlich erholt hat. Die Digitalisierung der internen Arbeitsorganisation (Versammlungen per Videokonferenz, Homeoffice, …) und der Dienstleistungen für die Kunden hat durch diese Krise einen starken Schub erhalten und prägt nachhaltig auch die Funktionsweise und die künftigen Planungen des Arbeitsamtes.

Kaum entspannte sich dann die Corona-Situation im Sommer, traf eine zweite Katastrophe unsere Region, und zwar in Form einer enormen Flutwelle im Wesertal. Sowohl Privatpersonen als auch Betriebe sind durch schwere Verwüstungen getroffen worden, und auch der Standort Quartum Center des Arbeitsamtes wurde nicht verschont. Die Beseitigung der Schäden dauert immer noch an, doch sieht es danach aus, dass zumindest die Betriebswelt sich am Ende wieder größtenteils erholen konnte.

Der Arbeitsmarkt insgesamt kannte 2021 eine positive Entwicklung. Die Zahl der Arbeitslosen ist zurück auf den Stand von 2019 gesunken und erreicht sogar den niedrigsten Stand der letzten 15 Jahre.

Die Kehrseite dieser Medaille ist der zunehmende Fachkräfte-, ja sogar Arbeitskräftemangel, der immer mehr Betriebe erfasst. Der demografische Wandel kommt mittlerweile voll zum Tragen: seit einigen Jahren übersteigt die Zahl derer, die aus Altersgründen aus dem Arbeitsleben ausscheiden die Zahl der Jungen, die ins Arbeitsleben eintreten, und diese Schere wird vorläufig noch größer.

Umso größer wird die Herausforderung, alle vorhandenen Potentiale zu mobilisieren und für den Arbeitsmarkt fit zu machen.

Um der Vielzahl an Herausforderungen entgegentreten zu können, wurde 2021 im Arbeitsamt ein umfangreicher Prozess eingeleitet, um die eigenen Dienstleistungen nochmals gründlich auf den Prüfstand zu stellen. Vor dem Hintergrund verschiedener Reformvorhaben der Regierung, der Arbeitsmarktentwicklung und der neuen Anforderungen im Bereich der Digitalisierung gilt es das Dienstleistungsangebot und die Arbeitsweise der Organisation für die Zukunft fit zu machen.

Ein erster Schritt in diese Richtung wird ab 2022 der Ausbau der digitalen Dienstleistungen in Form eines neuen Bewerberportals sein, das es den Arbeitsuchenden erstmals erlaubt, sich online zu registrieren. Die Digitalisierungsstrategie des Arbeitsamts zielt darauf ab, den Kundinnen und Kunden einen möglichst breit gefächerten Service über verschiedene Kanäle anzubieten, d.h. eine angepasste Vernetzung von digitalen und analogen Dienstleistungen. Das Bewerberportal bildet nur die erste Etappe für den weiteren Ausbau des digitalen Services des Arbeitsamts. In der Folge wird auch das Jobportal für Arbeitgeber überarbeitet und um neue Dienstleistungen ergänzt.