Pendler/innen nach Luxemburg

Der Stand am 31. März 2021

Aktuelle Situation

Die Zahl der Pendler/innen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft ins Großherzogtum Luxemburg beläuft sich zum 31. März 2021 auf rund 4.440 Personen (Arbeitnehmer).  91% dieser Personen sind im Süden Ostbelgiens wohnhaft, und dort hauptsächlich in den Gemeinden St.Vith, Burg-Reuland und Amel. Darüber hinaus werden noch 160 ostbelgische Selbständige in Luxemburg als Pendler verzeichnet, so dass insgesamt rund 4.600 Beschäftigte aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft nach Luxemburg pendeln.  Seit 2015 werden nur noch gerundete Zahlen veröffentlicht.

Pendler nach Luxemburg 2021 nach Wohngemeinde

Gesamt Arbeitnehmer

 

Frauen

Männer

Total

Anteile

Amel

230

460

690

16%

Büllingen

110

280

390

9%

Burg-Reuland

400

610

1.010

23%

Bütgenbach

100

250

350

7%

St.Vith

600

1.010

1.610

36%

Kanton St.Vith

1.440

2.610

4.440

91%

Eupen

20

180

200

5%

Lontzen

0

60

60

1%

Kelmis

10

50

60

1%

Raeren

10

60

70

2%

Kanton Eupen

40

350

390

9%

Deutschsprachige Gemeinschaft

1.480

2.960

4.440

100%

Quelle: IGSS

 

Die meisten Pendler arbeiten im Baufach (27%) und Handel (23%), gefolgt vom Transportsektor und dem Gesundheits- und Sozialwesen. Im Vergleich zu 2010 haben die beiden letztgenannten Sektoren an Bedeutung für die ostbelgischen Pendler gewonnen, während die relative Bedeutung des Baufachs zurückgegangen ist (obwohl die absolute Zahl der Auspendler ins Baufach ebenfalls weiter gestiegen ist).  In der Tat ist die Pendlerzahl in allen Sektoren seit 2010 gestiegen, wobei in absoluter Zahl das Gesundheits- und Sozialwesen (+275 Personen) sowie der Handel (+246) die meisten zusätzlichen Pendler angezogen haben.

Der Anteil der älteren Arbeitnehmer (50+) ist auch bei den Pendlern nach Luxemburg mittlerweile auf 29% gestiegen, lag er 2003 noch nur bei 10%. Bei den in Belgien beschäftigten Arbeitnehmern aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft liegt der Anteil der 50plusser schon bei rund 35%.

Nur 33% der Pendler sind Frauen, verglichen mit einem Anteil von 48% Frauen in der hiesigen Betriebswelt.

Entwicklung

Insbesondere für den Süden Ostbelgiens ist der Pendlerstrom von immer stärkerer Bedeutung. Er verzeichnete Wachstumsraten von rund 9% jährlich zwischen 2000 und 2008. Hinzu kommt eine nicht bezifferte Zahl von Ostbelgiern, die sich im Großherzogtum niedergelassen haben. Seit der Wirtschaftskrise ab 2009 haben sich die Wachstumsraten allerdings verringert und liegen seitdem zwischen 2-4% jährlich. Auch im Corona-Jahr 2020  hat es einen weiteren Anstieg um 2% gegeben.

2021 ist die Zahl der ostbelgischen Pendler nach Luxemburg Im Vergleich zum Vorjahr um weitere 3% gestiegen (+120 Personen). Dieser Anstieg entfällt insbesondere auf das Gesundheitswesen, die Industrie und den Bereich Information & Kommunikation.